Undichtes Dach

Bei unserem DS-Club Jahrestreffen 2012 geriet meine DSpécial in einen kräftigen Regenschauer. Ich wusste es bereits: das Dach ist nicht dicht. Ich hatte es deshalb möglichst vermieden, bei Regen zu fahren. Links und rechts jeweils etwa über der Schulter tropfte es kräftig herein.


Mein lackiertes Kunststoffdach ist mit 17 solcher Schrauben befestigt. Hier der Blick auf den inneren Dachrahmen

Als Sofortmaßnahme hatte ich bereits im letzten Jahr versucht, Dichtmasse unter die vorhandene, stark poröse Dichtung zu spritzen - ohne großen Erfolg! Rost unter der vorhandenen Dichtmasse machte das Dach undicht.

Technische Zeichnung aus dem Handbuch:

d) Dichtung für geschraubte Dächer
7) Befestigungsschraube

Die gesamte alte Dichtmasse wurde mit Hilfe eines Messers entfernt. Neben altem Gummi kamen dabei auch Silikonreste, vermutlich von Reparaturversuchen eines Vorbesitzers, und im hinteren Bereich eine Art Fensterkitt (in den franz. Handbüchern wohl "SOLBIT" genannt) zum Vorschein.

Der Dachrahmen wurde jetzt gründlich entrostet und mit Phosphorsäure vorbehandelt.

Dann wurde der Rahmen mit schwarzem Rostschutzlack neu lackiert.

Als neue Dichtmasse benutzte ich Sikaflex 221. Wichtig ist, dass an der Außenkante genügend Platz bleibt für die Zierdichtung (a), die die Dichtmasse verdecken sollte. Die Zierdichtung verhindert außerdem, dass bei der Montage der Edelstahl-Zierleisten der Dachrahmen zerkratzt wird und bei den Kratzern wieder anfängt zu rosten.
So habe ich die Dachabdichtung jetzt aufgebaut.
Technische Zeichnung aus dem Handbuch 583 Band 5 (modifiziert):
a) Zierdichtung (eigentlich für geklebte Dächer)
b) äußere Zierleiste aus Edelstahl (hier blau eingefärbt)
c) Dachhaut aus Kunststoff
d) Dichtmasse Sikaflex 221

Wichtig war mir, die Dichtmasse bis über die Stahlkante hochzuziehen, damit kein Wasser an das Metall kommen kann.

Endmontage der neuen Zierdichtung und der Edelstahl-Zierleisten erfolgt!

Das ist noch die Zeichnung für ein geklebtes Dach.

Wobei ich in verschiedenen Handbüchern leicht unterschiedliche Zeichnungen gefunden habe, wie z.B. diese hier links.

Nebenprodukt:

Ich füllte auch die Lücken in den Türdichtungen mit Sikaflex auf, die bei den beiden linken Türen für Wassereintritt und Zugluft gesorgt hatten. Dort, im Knick der Dichtung unterhalb der Scheiben, lag die Tür im geschlossenen Zustand nämlich nicht mehr an der Dichtung an. Man konnte durch einen daumenbreiten Spalt ins Fahrzeuginnere schauen.
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Auch das Massekabel des linken hinteren Blinkers wurde bei dieser Gelegenheit neu angeschlossen.