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Einbau und Beziehen der Kopfstützen vorn
Meine DSpécial hatte keine Kopfstützen. Nach dem Einbau von Automatikgurten wollte ich wenigstens auch Kopfstützen vorn haben. Für die Restauration der Sitzbezüge hatte ich einige alte Komplettsitze erworben um die Bezüge zu verwenden. Zwei der Vordersitze besaßen die notwendigen Stahlröhrchen für die schmalen Kopfstützen. Im Handel gibt es Nackenstützen mit Kunstlederbezug ("Skai" bzw. "Targa-Vinyl") für ca. 160 EUR. Diese haben ein wulstiges Zusatzkissen, das mit seitlichen Druckknöpfen befestigt wird. Diese anknöpfbaren Zusatzkissen finde ich persönlich aber sehr häßlich und wollte diese auf keinen Fall verwenden. Rohlinge für die schmalen Kopfstützen mit Stahlgestell und Schaumstoff-Inlet sind für 69 EUR zu haben. Daher entschloss ich mich die
Bezüge selbst zu nähen.


Die vorhandenen Vordersitzlehnen hatten keine Aufnahme für Kopfstützen. Die Lehnen kann man separat demontieren ohne den ganzen Sitz ausbauen zu müssen. Das Rückenteil aus bezogenem Blech ist mit vier Blechschrauben (Kreuzschlitz) seitlich befestigt (siehe Bild weiter unten).

Darunter befinden sich seitlich jeweils die zwei Gewindeschrauben M7 (11er Schlüssel), mit der die Lehne am Unterteil angeschraubt ist. Man muss hier bereits einige Klammern entfernen, mit denen der Bezug an der Lehne befestigt ist, damit man an die Schrauben kommt.

Mit solchen Klammern wird der Bezug aufgespannt, sie sind aus Stahl oder aus Kupfer. Es gibt eine Spezialzange dafür, mit ein wenig Geschick geht die Montage bzw. Demontage aber auch mit Kombizange und Schraubendreher.

Die "neue" Lehne mit Röhrchen und aufgestecktem Kopfstützen-Rohling. In die Stahlröhrchen sind hier auch schon die Führungen aus Plastik eingesteckt, die gleichzeitig mit ihrem breiten Tellerrand oben die notwendigen Löcher in den Sitzbezügen kaschieren.

Am besten geeignet ist das Bezugsmaterial des Rückenteils der Vordersitze, vorzugsweise ohne Aschenbecheröffnung. Diese Bezüge gehen zwar auch, aber dann wird es etwas knapp. Benötigt wird ein Stück von  ca. 30cm x 60 cm. Wobei die exakte Breite der Nackenstütze 25 cm beträgt. Für die Länge benötigt man mindestens 57 cm.


Hier das Rohmaterial. Für das Seitenstück benötigt man wenigstens 13 cm x 22 cm, je nachdem wie breit man den Rand gestaltet. Auf dem Foto ist bereits das Kederband (oder auch Paspel genannt) angenäht.

Kederband (oder auch Paspel genannt), von alten Sitzbezügen abgetrennt.

Die Bezüge kann man mit einer handelsüblichen Haushaltsnähmaschine nähen, benötigt dafür aber eine stabilere Nadel z.B. für Jeansstoff 110/18.

Nachdem die Kederbänder an die Seitenteile genäht sind, kann das Längststück ebenfalls damit verbunden werden.

Hier ist das Kederband gut zu sehen. Das Aufziehen auf den Rohling ist etwas schwierig. Man muss sehr aufpassen, das der Bezug an den Ecken nicht einreißt.

Der Bezug wird unten mit Klettband verschlossen (angenäht, nicht geklebt!).

Die Durchführungen für die Haltestangen müssen natürlich ausgeschnitten und versäumt werden, die Kanten umgenäht. Einige Stellen mussten auch von Hand mit Zwirn vernäht werden.

Kopfstützen fertig montiert!

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